Wie kindgerechte Anhörungszimmer helfen

"Mutti, hier ist es ja schlimmer als im Krankenhaus" Diese Aussage eines sexuell missbrauchten Mädchens umschreibt die kalte und unfreundliche Atmosphäre in vielen deutschen Verhörräumen. Jedoch sind gerade die Aussagen der Kinder in den meisten Fällen das einzige Beweismittel, gegen den Täter.
Um die Befragungen für die betroffenen Kinder so angstfrei wie möglich zu gestalten, hilft diesen eine neutrale aber kindgerechte Umgebung.

 

Seit 1998 hat die Stiftung Hänsel + Gretel mehr als 35 kindgerechte Video-Anhörungszimmer in ganz Deutschland eingerichtet. Mit ihrer freundlichen Atmosphäre machen sie es den Kindern leichter, über ihre schlimmen Erfahrungen zu sprechen. Darüber hinaus leistet die Video-Dokumentation einen entscheidenden Beitrag zum Opferschutz: Sie stärkt nachweislich die Beweiskraft kindlicher Aussagen, erhöht bereits im Ermittlungsverfahren die Chancen auf eine spätere Verurteilung der Täter und erspart den Kindern häufig weitere Anhörungen vor Gericht.

 

"Es ist sehr kompliziert, Kinder überhaupt zu Aussagen über die an ihnen verübten Taten zu bewegen. Ihren mutigen Schritt müssen wir mit einem Höchstmaß an Sensibilität unsererseits unterstützen."

 

Prof. Dr. Dieter Rössner, Stiftungsrat

 

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Anhoerzimmer